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Backup und Speicher

1. Backup Methoden

TypBeschreibungVorteilNachteil
Voll-BackupAlle Daten werden jedes Mal komplett kopiert.Einfachster Restore.Hoher Speicherbedarf & Zeitaufwand.
DifferenziellSichert alle Änderungen seit dem letzten Voll-Backup.Schnellerer Restore als inkrementell.Speicherbedarf wächst täglich bis zum nächsten Voll-Backup.
InkrementellSichert nur Änderungen seit dem letzten Backup (egal welcher Typ).Minimaler Speicherplatz & sehr schnell.Restore ist komplex (Voll-Backup + alle Teile nötig).

2. Das Generationenprinzip (Großvater-Vater-Sohn)

Dieses Prinzip verhindert, dass ein Fehler in einer Datei (z. B. ein unbemerkter Virus) alle Backups gleichzeitig unbrauchbar macht.

  • Sohn (Tag): Tägliche Sicherung (meist inkrementell).

  • Vater (Woche): Wöchentliches Voll-Backup am Ende der Woche.

  • Großvater (Monat): Monatliches Voll-Backup, das oft extern gelagert wird

3. Die 3-2-1 Regel

Der Goldstandard für die Datensicherheit. Wenn du dich daran hältst, schläfst du deutlich ruhiger:

  • 3 Kopien: Deine Arbeitsdaten plus zwei Backups.

  • 2 Medien: Nutze unterschiedliche Speichertechnologien (z. B. NAS und Cloud oder Festplatte und LTO-Tape).

  • 1 Kopie außer Haus: Mindestens eine Sicherung muss an einem anderen Brandabschnitt/Standort liegen (Schutz gegen Feuer, Diebstahl, Hochwasser).

4. NAS vs. SAN 


  • NAS (Network Attached Storage):

  • Ein eigener "Mini-Server" im Netzwerk.
  • Zugriff erfolgt über Dateien (Protokolle wie SMB/NFS).
  • Ideal für Office-Dateien und kleinere Teams.

 

  • SAN (Storage Area Network):
  • Ein dediziertes Hochgeschwindigkeitsnetzwerk.
  • Zugriff erfolgt auf Block-Ebene (das Betriebssystem denkt, es wäre eine interne Festplatte).
  • Teuer und komplex; für Datenbanken und große Rechenzentren gedacht.

5. Archivierung & GoBD

Vorsicht: Ein Backup ist keine Archivierung! Ein Backup sichert den aktuellen Zustand zur Wiederherstellung; ein Archiv bewahrt Daten unveränderbar über Jahre auf.

  • GoBD: (Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff).

 

  • Wichtigste Regel: Belege (Rechnungen etc.) müssen revisionssicher aufbewahrt werden. Das bedeutet:

    • Unveränderbar (man darf sie nicht einfach im Dateisystem überschreiben können).

    • Vollständig und auffindbar.

    • In der Regel für 10 Jahre.